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Sie zog los um sich selbst wiederzufinden

  • christinareuschlin
  • 17. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Sie machte sich auf den Weg – um sich selbst wiederzufinden

Sie ging nicht hinaus, um das große Glück zu jagen. Auch nicht, um endlich dankbar oder zufrieden zu sein. Sie spürte einfach, dass sie sich selbst verloren hatte – ganz leise, Stück für Stück, über viele Jahre hinweg.


Ihr Weg begann dort, wo Sicherheit wichtiger war als das eigene Gefühl. Im Handel. Vernünftig, nachvollziehbar, akzeptiert. Doch tief in ihr blieb ein leises Sehnen, ein inneres Flüstern: Das bin ich nicht ganz.


Als sie sich für einen kreativen Beruf entschied, das Goldschmiedehandwerk, öffnete sich ihr Herz. Die Arbeit mit den Händen, die Stille beim Tun, das Gestalten aus dem Inneren heraus – zum ersten Mal fühlte sich Arbeit nach Ausdruck und Lebendigkeit an. Es war, als würde sie sich selbst ein Stück zurückschenken.

Doch Freude und Erfüllung waren nicht alles.



Wenn Anerkennung fehlt


Ihre Eltern konnten diesen Weg nicht mitgehen. Nicht, weil sie sie nicht liebten – sondern weil sie ihn nicht verstehen konnten. Auf Feiern wurde diskutiert, erklärt, hinterfragt. Immer wieder dieselben Gespräche. Immer wieder das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen.


Wertschätzung blieb aus. Stattdessen gab es Zweifel, Kritik und gut gemeinte Sorgen.

Und sie spürte: Worte können tief berühren und verletzen. Manchmal tut es weh, nicht gesehen zu werden – gerade von denen, die uns am nächsten stehen.

Stress entsteht, wenn wir uns selbst verlassen


Die ständige Kritik, das Erklären, das Nicht-gesehen-Werden hinterließen Spuren. Im Körper, im Atem, in der Art, wie sie sich selbst betrachtete.

Stress wurde alltäglich. Anspannung zur Gewohnheit. Der eigene innere Raum immer kleiner.

Nicht, weil sie zu sensibel war – sondern weil ihr Nervensystem keine Sicherheit mehr fand.

Viele Menschen kennen das. Wenn wir uns anpassen, um dazuzugehören. Wenn wir Entscheidungen treffen, aber innerlich allein damit bleiben. Wenn wir funktionieren, während wir uns selbst verlieren.

Die Rückkehr begann ganz leise

Es war kein großer Umbruch. Kein dramatisches Ereignis.

Es war ein Moment des Innehaltens. Ein ehrliches Spüren. Ein stilles „Ich darf mich ernst nehmen“.

Sie begann zuzuhören – ihrem Körper, ihren Bedürfnissen, ihrer inneren Stimme. Sie lernte, dass Selbstwert nicht von Zustimmung abhängt. Dass Ruhe entsteht, wenn wir uns selbst liebevoll annehmen.

Mit Achtsamkeit.,mit Mitgefühl. Mit dem Mut, alte Muster sanft loszulassen.

So fand sie zurück zu sich. Nicht perfekt. Aber echt. Und verbunden. Sie spürte:

Ich darf so sein, wie ich bin. Ich bin wertvoll – einfach, weil ich da bin.

Wenn du dich in dieser Geschichte wiedererkennst, wenn du müde bist vom Funktionieren, wenn du dir wünschst, wieder mehr bei dir anzukommen – dann begleite ich dich gern ein Stück auf deinem Weg. Sanft. Achtsam. In deinem Tempo. Mit offenem Herzen und liebevoller Aufmerksamkeit.

Du musst nichts leisten, um richtig zu sein. Du darfst einfach beginnen, dir selbst wieder zuzuhören – liebevoll, geduldig und voller Mitgefühl für dich selbst.

Du bist willkommen, genauso wie du bist.

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