Du vermisst nicht die Vergangenheit- du vermisst das Gefühl, das sie dir gegeben hat.
- christinareuschlin
- 29. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Warum manche Menschen gedanklich in der Vergangenheit leben – und was wirklich dahintersteckt.

In meiner Arbeit als Coach begegnen mir immer wieder Menschen, die voller Begeisterung von früher erzählen. Von ihrem Beruf, ihrer Zeit bei der Bundeswehr, im Rettungsdienst, in der Pflege, im Handwerk oder in anderen verantwortungsvollen Tätigkeiten.
Viele Außenstehende denken dann schnell:
“Er lebt nur noch in der Vergangenheit.”
Doch so einfach ist es meist nicht.
Die Vergangenheit ist häufig nicht das eigentliche Thema.
Was Menschen vermissen, ist das Gefühl, das sie damals erlebt haben:
Sie wurden gebraucht.
Sie hatten Verantwortung.
Sie gehörten zu einer Gemeinschaft.
Sie wussten, wofür sie morgens aufstanden.
Gerade Berufe mit einer starken Identität prägen einen Menschen weit über den eigentlichen Beruf hinaus.
Fällt diese Rolle weg – durch einen Berufswechsel, Ruhestand oder andere Lebensumstände –, entsteht manchmal das Gefühl, einen wichtigen Teil von sich selbst verloren zu haben.
Psychologisch spricht man hierbei häufig von einem Identitätswandel. Das ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Prozess,
der jedoch belastend werden kann, wenn keine neue Rolle gefunden wird.

Genau hier kann Coaching unterstützen.
Nicht indem die Vergangenheit “weggearbeitet” wird.
Sondern indem wir gemeinsam herausfinden:
* Welche Werte waren damals so wichtig?
* Welche Bedürfnisse wurden erfüllt?
* Wie können diese Werte heute wieder gelebt werden?
* Wo findet sich heute wieder Sinn, Anerkennung und Zugehörigkeit?
Denn Menschen müssen ihre Vergangenheit nicht vergessen.
Sie dürfen sie als Teil ihrer Geschichte behalten – und gleichzeitig lernen, ihre Stärken in die Gegenwart mitzunehmen.
Die Vergangenheit hat dich geprägt.
Aber sie muss nicht bestimmen, wie deine Zukunft aussieht.
Wenn du das Gefühl hast, genau an diesem Punkt zu stehen, begleite ich dich gerne auf deinem Weg.





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