Wenn der Sommer uns erinnert, wieder auf uns selbst zu hören
- christinareuschlin
- 2. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Ein Sommer voller Erinnerungen
Sommer riecht für mich nach Heu, warmen Abenden und Kindheit. Ich sehe meinen Vater, wie er spät und müde von der Ernte kommt.
Ich sehe meine Mutter, die nach einem langen Tag im Krankenhaus trotzdem noch weiterarbeitet.

Ich sehe mich selbst – das Bauernhofkind, das seine Ferien bei der Oma verbringt, weil der Hof niemals Pause macht.
Diese Zeit hat mich geprägt. Sie hat mich stark gemacht, aber auch gelehrt, wie leicht man sich selbst verliert, wenn man immer nur funktioniert.
Wie ich lernte, mich selbst zu überhören
Viele Jahre stellte ich meine Arbeit an erste Stelle, wollte es allen recht machen und vergaß dabei mich selbst. In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie müde ich eigentlich bin.
Mein Rücken schmerzte, ich schlief kaum noch durch. Es lief gerade so gut in meiner Beratung, und natürlich wollte ich meine Klientinnen nicht enttäuschen.
Doch genau das passierte: Ich stellte meine eigenen Bedürfnisse hinten an und hörte nicht auf meinen Körper.
Freunde und Bekannte sagten immer wieder, ich müsse mehr auf mich achten. Dass ich nicht mehr ganz ich selbst sei. Und manchmal fühlte es sich tatsächlich so an wie der alte Spruch: Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe.

Die Nacht, die alles veränderte
Vor ein paar Wochen wachte ich in einer Samstagnacht auf – und mir ging es richtig schlecht. Alles spielte verrückt. Am Montag ging ich zu meinem Hausarzt, der mich gründlich untersuchte und mir dringend riet, eine Pause einzulegen.
Diese Worte trafen mich. Und sie waren notwendig.
Eine Pause, die bleibt
Mittlerweile geht es mir besser, und trotzdem wird meine Pause weitergehen. Mit Memor‑Vive wird es weitergehen – aber es stehen Veränderungen an.
Was ich weiß: Meine Füße stehen nicht mehr nur auf dem Gaspedal.
Sie finden immer öfter die Bremse. Und ich habe gelernt, nicht nur auf meinen Kopf zu hören, sondern auf mein Herz.
Endlich beginne ich, die Dinge zu tun, die schon so lange in mir geplant waren.




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